„Die Waldbrandübung hat aus Sicht des Kreises Viersen wertvolle Erkenntnisse geliefert. Die monatelange Planung hat sich ausgezahlt. Alle beteiligten Kräfte, von den Feuerwehren der kreisangehörigen Städte und Gemeinden über die Hilfsorganisationen bis hin zu den unterstützenden Einheiten aus dem Umland und aus den Niederlanden, haben hervorragend und zielorientiert zusammengearbeitet“, sagte Jens Ernesti, Dezernent für Bevölkerungsschutz im Kreis Viersen.
„Das Szenario, das auf dem großen Vegetationsbrand im Jahr 2020 basiert, konnte erfolgreich bewältigt werden. Dafür danke ich allen Mitwirkenden ausdrücklich“, sagte Jens Ernesti, Dezernent für Bevölkerungsschutz im Kreis Viersen.“
Anlass für die Übung sind die verheerenden Wald- und Vegetationsbränden, die 2020 im Bereich Niederkrüchten / Meinweg ausgebrochen sind. Der Kreis Viersen hat sich im Nachgang bei der Waldbrandbekämpfung neu aufgestellt und ein Konzept zur Waldbrandbekämpfung vorgelegt. So wurden Einsatzkonzepte überarbeitet und die orts- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit intensiviert.
Trotz teils schwieriger Wetterbedingungen konnte die Übung mit leichter zeitlicher Verzögerung durchgeführt werden. Rund 650 Einsatzkräfte aus dem Kreis Viersen und den Nachbarkommunen sowie aus den Niederlanden haben teilgenommen.
Um ein realitätsnahes Szenario zu schaffen, ist ein Waldbrand mittels Tonnen, feuchtem Stroh und Rauchbomben erzeugt worden. Eine Hubschrauberstaffel hat am Venekotensee die Entnahme und den späteren Abwurf von Wasser geübt. Die Übung hat auf einem ca. 80 Hektar großem Waldgebiet auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Niederkrüchten stattgefunden.
Damit alle eingesetzten Einheiten zielgerichtet in den Einsatz ausrücken konnten, wurde vom THW ein Bereitstellungsraum mit einer Führungsstelle und Meldeköpfte betrieben. Beteiligt waren Einsatzkräfte der Ortsverbände Kempen, Nettetal und Viersen und dem Fachzug Führung/Kommunikation des Ortsverbandes Krefeld. Das DRK sorgte für die Verpflegung der Einsatzkräfte im Bereitstellungsraum.
Der Bereitstellungsraum
Bei Einsätzen mit vielen Einheiten muss verhindert werden, dass alle Kräfte unmittelbar zur Einsatzstelle fahren. Dort würden sich Fahrzeuge gegenseitig behindern und An- und Abfahrtswege blockieren. Der Bereitstellungsraum dient somit als Sammelpunkt. So lassen sich Einheiten alarmieren, die noch nicht unmittelbar benötigt werden, um deren Eingreifzeit zu verkürzen. Verstärkung steht so schneller bereit.
Der in Niederkrüchten Elmpt vorgehaltene Bereitstellungsraum war gut über die A 52 zu erreichen und mit getrennte An- und Abfahrtswege ausgestattet.
Die Fachgruppen Räumen aus Viersen (mit ihrem Mobilbagger) und aus Hückelhoven (mit einem Radlader) standen für Einsätze im Übungsgebiet bereit. Weiterhin stellten die Ortsverbände Nettetal, Kempen und Viersen die Kraftstoffversorgung vor Ort sicher.
Wir danken unseren Kameradinnen und Kameraden der beteiligten Ortsverbände für die gute Zusammenarbeit!
Quellen: Pressemeldung Kreis Viersen / THW-Wicki

