Die Aufgabe der Ortung von verschütteten Personen übernehmen im THW Viersen meist die Helferinnen
und Helfer der Fachgruppe Ortung mit ihren Rettungshunden oder mit dem elektronischen Ortungsgerät.
Damit aber die klassische Ortung mittels Horch-Ruf-Klopfmethode nicht in Vergessenheit gerät, wird diese
regelmäßig auch gemeinsam mit den anderen Fachgruppen des OV Viersen geübt. Denn nicht immer
können Rettungshundeteams eingesetzt werden oder steht kurzfristig das elektronische Ortungsgerät
zur Verfügung.
Geübt wurde diese Methode mit Fachhelfern auf dem Übungsgelände in Krefeld. Zuerst übten
die THW-Einsatzkräfte die Ortung mit der Horch-Ruf-Klopfmethode, anschließend erfolgte die Ortung
mittels elektronischem Ortungsgeräts.
Die Horch-Ruf-Klopfmethode in der praktischen Ausbildung
Zur Ortung verteilen sich die Helfer möglichst gleichmäßig in einem Kreis auf dem
Trümmerkegel.
Dazu legen sich die Helfer flach hin und horchen an Öffnungen oder Schallleitern in die Trümmer
hinein.
Werden keine Geräusche als Lebenszeichen wahrgenommen, so sind die vermissten Eingeschlossenen durch
Rufen aufzufordern, sich bemerkbar zu machen.
Erfolgt noch keine Antwort, so bewegen sich die phasenweise unter ständiger Wiederholung des Rufes zur
Mitte der Trümmer hin, wobei der Abstand der Helfer
zueinander ständig verringert wird.
Wenn Ruf- und/oder Klopfzeichen von Helfern wahrgenommen werden, weisen sie in die Richtung, aus der diese
Zeichen kamen. Dadurch kann der Unterführer einen Schnittpunkt ermitteln, welcher als vermutlicher
Aufenthaltsort des Verschütteten anzunehmen ist.
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