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Einsatz Elbe-Hochwasser - 18.8.2002-24.8.2002 - 18.08.2002

© WZ vom 19.08.2002

THW auf dem Weg nach Osten

Viersen. Seit gestern ist auch das Technische Hilfswerk vom Niederrhein in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz. In Viersen machten sich allein 30 Helfer auf den Weg. Insgesamt zehn Ortsgruppen vom Niederrhein sollen in Sachsen und Umgebung helfen. In Stendal werden sie weitere Details zu ihrem Einsatzort erfahren.



© WZ vom 20.08.2002

Retten und bergen

Technisches Hilfswerk in Sachsen-Anhalt

Viersen (blu). Zwei Züge des Ortsverbandes Viersen/Tönisvorst im Technischen Hilfswerk (THW) sind seit Sonntag in Stendal in Sachsen-Anhalt im Einsatz. 26 Helfer im Alter von 18 bis 50 Jahren sind in einer Material- und Fahrzeughalle unter hunderten von anderen Freiwilligen untergebracht.
Vier Gerätekraftwagen mit schweren Bergungsgerät, darunter Benzinmotorsägen, Schaufeln, Stahlseile und Ketten zur Absicherung haben sie mitgenommen. Auch zwei Schlauchboote für Deichreparaturen sind im Gepäck. "Außerdem sind wir ausgerüstet mit Lampen, Stativen, Notstromaggregaten und acht Pumpen, die 1000 Liter pro Minute bewältigen", informiert Ortsbeauftragter Bernd Büttgenbach.
"Unsere primäre Aufgabe ist es, Menschen und Tiere vor dem Wasser zu retten bzw. zu bergen und Sachgüter zu retten und abzusichern", erklärt Büttgenbach. Außerdem werden Deiche gesichert und neue Deiche gebaut.
Die Helfer, die derzeit in Stendal sind, bleiben voraussichtlich eine Woche. Wenn sich die Lage bis dahin nicht entspannt hat, schickt das THW weitere 26 Helfer in das Hochwasser-Gebiet



© WZ vom 21.08.2002

THW: Einsatz in Sachsen

Vier Züge ausgerückt

Kreis Viersen. Züge des Technischen Hilfswerkes (THW) aus dem Kreis Viersen sind zum Katastropheneinsatz ins Überschwemmungsgebiet in Sachsen ausgerückt.
Aus Kempen und Nettetal sind je ein THW-Zug und aus Viersen sind zwei Züge aufgebrochen. Einsatzschwerpunkt soll die Stadt Stendal sein. Die Feuerwehr Viersen hat bereits 35.000 leere Sandsäcke zum Dammbau nach Leipzig per Flugzeug losgeschickt. Für den Landesverband NRW des Deutschen Roten Kreuzes ist Voralarm ausgelöst worden. Für den Malteser-Hilfsdienst liegt derzeit kein Einsatzbefehl vor; jedoch hat der Diozesanverband Aachen Mitglieder dazu aufgerufen, sich freiwillig für einen Einsatz in den betroffenen Gebieten zu melden.



© WZ vom 21.08.2002

Männer füllten Sandsäcke in der Kiesgrube

Helfer des Technischen Hilfswerks aus dem Kreis Viersen sind im Katastrophengebiet an der Elbe im Einsatz

Kreis Viersen (jül). "Ich seh' von hier aus direkt auf die Elbe, der Deich und die Erhöhung mit Sandsäcken. Die Flut steht oben in Höhe der Säcke. Hier und da sickert Wasser durch. Unten am Fuß sammeln sich Pfützen. Alle warten gespannt, ob der Damm hält, nachdem der Scheitelpunkt hier durch ist." So schildert Frank Blockhaus die Lage im Katastrophengebiet. Seit Montagmorgen ist der Beauftragte des THW-Bereichs Mönchengladbach mit Einheiten aud dem Kreis Viersen im Einsatz an der Elbe. Die Helfer aus Kempen, Nettetal, Viersen und Tönisvorst sind derweil über das gesamte Einsatzgebiet verstreut, sie arbeiten da, wo gerade Not am Mann ist.
Die beiden Viersen/Tönisvorster Einsatzzüge mit 26 Mann, mit Lastwagen und zwei Schlauchbooten waren in der Nacht zum Montag in ihrem Bereitsstellungsraum bei Arneburg im Großraum Stendal eingetroffen. Von dort ging es in eine Kiesgrube bei Kleinhindenburg, wo die THW-Leute von 17 bis 4 Uhr in der Nacht Sandsäcke füllten und an ihre Bestimmungsorte transportierten. Werner Wedekind aus Willich, Zugführer des Viersener Zugs, sagte gestern am Telefon, in der Kiesgrube seien viele Freiwillige aus der Bevölkerung, die von der prekären Lage in ihren Orten erzählten. Er selbst und seine Helfer hätten noch kein Wasser oder überflutete Ortschaften gesehen.
Gesten Nachmittag warteten die Viersen/Tönisvorster Helfer in den Bereitstellungsraum Magdeburg, um irgend eine Einheit abzulösen. Die heimischen THW-Leute waren in einem Industriepark untergebracht, so sie schlafen und essen konnten. Allerdings sollten sie diesen Ort bald verlassen, um einen anderen Bereitstellungsraum zu beziehen.


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